Was ist Feuerlaufen?

Der Feuerlauf wird nicht ohne Grund als Königsdisziplin im Mentalcoaching-Bereich angesehen, denn dieser blickt auf eine lange Tradition zurück. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen eines solchen Events stammen aus der Eisenzeit in Inden, wo dieses circa 1200 v. Chr. als Initiationsritual zelebriert wurde. Dabei waren meist die individuelle Kraft, die Heilung, der Mut und der Glaube die Themenschwerpunkte.

Heutzutage wird der Feuerlauf in vielen mentalen Gebieten wie Motivations- und Selbsterfahrungslehrgängen erfolgreich eingesetzt. Was dieses Tool so speziell macht, ist die schnelle transformative Kraft, welche an den Grundpfeilern des menschlichen Daseins rüttelt. Die Angst und der Respekt vor dem Feuer sind uralt verankerte Instinkte – wir wissen, dass, wenn wir Feuer, Glut oder eine heisse Herdplatte berühren, wir uns verbrennen.
Wenn wir uns allerdings bewusst machen, dass man doch barfuß über 400 – 600°C heiße Glut gehen kann – unverletzt – dann führt dies zu einem Paradigmenwechsel und eröffnet komplett neue Perspektiven.

Was macht man also bei einem Feuerlauf?
Wie der Name schon sagt, geht man bei einem Feuerlauf über Feuer, oder konkreter, über einen Teppich aus heisser Glut. Damit die Menschen in das richtige Mindset gelangen, um sich sicher und vertraut damit zu fühlen, wortwörtlich diese Schritte zu gehen, verlangt es an einer gründlichen Vorbereitung durch geschultes Fachpersonal.

Feuer

Wie ist Feuerlaufen möglich?
Bei einem Feuerlauf gibt es viele Aspekte, die dazu beitragen, dass man unversehrt über die heiße Glut gehen kann. Es gibt mehrere physikalische Ansätze, die dieses Phänomen auch belegen und erklären. Einer der wichtigsten Aspekte ist, dass – wie allgemein bekannt – sowohl Kohle als auch Asche sehr schlechte Wärmeleiter sind. Die Natur zeigt uns täglich, dass unterschiedliche Materialien sich verschieden schnell aufwärmen und abkühlen, oder – im physikalischen Fachjargon – eine unterschiedliche Wärmekapazität besitzen.
Wenn wir beispielsweise in einem Topf warmes Wasser aufwärmen wollen, dann dauert es eine lange Zeit, bis das Wasser siedet. Die Pfanne an sich jedoch, wird bereits nach wenigen Sekunden heiss.
Ein weiteres gutes Beispiel ist das Öffnen eines vorgeheizten Ofens, um einen Gratin oder die selbstgemachte Lasagne hineinzuschieben. Obwohl die Luft rund 250°C heiß ist, können wir – ohne Bedenken – unsere Hände hineingeben, ohne uns zu verbrennen. Das funktioniert, da die Luft ein sehr schlechter Wärmeleiter ist.
Wenn wir nun zu unserem ersten Beispiel mit dem Wasser zurück denken und mit der Information im Hinterkopf, dass der menschliche Körper zu über 2/3 aus Wasser besteht, dann erklärt dies ein Großteil der „Magie“, die hinter dem Feuerlaufen steckt.
Es gibt andere wichtige Faktoren, die ebenso dazu beitragen, einen Feuerlauf zu ermöglichen, wie beispielsweise die Gewichtsverlagerung, die Geschwindigkeit, mit der man über die Kohle geht und das lokale Löschen des Feuers.

An dieser Stelle würden wir gerne darauf hinweisen, dass wir niemandem empfehlen einen Feuerlauf ohne profesionell geschultes Personal durchzuführen. Auch wenn es physikalische Erklärungen für dieses Phänomen gibt, sind die Risiken in einem Szenario mit unerfahrenem oder unwissendem Personal um ein Vielfaches erhöht und zu vermeiden.

Vielleicht sind Sie nun an einem Punkt angelangt, an dem Sie sich fragen: „Wenn also Feuerlaufen physikalisch möglich ist, wieso macht man es dann? Und warum würde ich mich diesem Risiko, welches immerhin zu einem geringen Anteil besteht, ausliefern, es doch zu tun?“

Wenn Sie die Antwort auf diese spannenden Fragen erfahren wollen, dann ermutigen wir Sie gerne dazu, hier weiter zu lesen.